Wissenswertes


  • Besteuerung von Veräußerungsgewinnen bei Immobilien

 

Rechtsgrundlage§ 23 EStG

steuerpflichtige

Veräußerung

Grundstücksveräußerung innerhalb von 10 Jahren nach entgeltlichem Erwerb

Ausnahmen von

der Besteuerung

Gebäude, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden.
Gewinnermittlung

Veräußerngserlös

- Anschaffungs-/Herstellungskosten

- Veräußerungskosten

+ AfA, soweit in der Vergangenheit als Werbungskosten abgezogen

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= Gewinn

SteuersatzIndividueller Steuersatz im Rahmen der EST-Veranlagung

  • "Wenn der Immobilienmakler Sie nach dem Personalausweis fragt..."

 

"Wenn der Immobilienmakler Sie nach dem Personalausweis fragt..." Nach dem Geldwäschegesetz sind Immobilienmakler verpflichtet, die Identität ihrer Kunden festzustellen. Sind Sie an dem Kauf einer Immobilie interessiert und arbeiten mit einem Immobilienmakler zusammen? Nun wundern Sie sich, dass Sie der Immobilienmakler nach Ihrem Personalausweis fragt ? Sollten Sie bei der Immobiliensuche in diese Situation kommen, dann hat Ihr Immobilienmakler ALLES richtig gemacht. Nach dem Geldwäschegesetz müssen Immobilienmakler die Identität ihrer Kunden feststellen. Diese Verpflichtung haben Immobilienmakler vor dem Abschluss des notariellen Kaufvertrages zu erfüllen. Das bedeutet, dass Immobiliemakler verpflichtet sind, sich den Personalausweis ihrer Kunden zeigen zu lassen und die Daten aus dem Personalausweis festzuhalten. Außerdem muss der Immobilienmakler prüfen, ob sein Kunde im eigenen wirtschaftlichen Interesse oder für einen Dritten handelt. Diese Pflicht nach dem Geldwäschegesetz haben Immobilienmakler bei allen Verträgen, die sie mit einem Kunden abschließen.


  • Grundstücksbewertung für die Erbschafts- und Schenkungsteuer

 

Seit 01.01.2009 wird der Grundbesitz bei der Berechnung der Erbschaft- und Schenkungsteuer mit dem Verkehrswert angesetzt. Dieser wird vom Finanzamt unter Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse und der Wertverhältnisse zum Besteuerungszeitpunkt festgestellt. Die Bewertung des Grundvermögens erfolgt nach den anerkannten Verfahren zu Verkehrswertermittlung auf der Grundlage der Wertermittlungsverordnung (WertV). Die Einzelheiten sind in den §§ 179, 182 - 196 BewG geregelt.


  • Mietkündigungsfristen (Wohnraummiete)

 

Bei der ordentlichen Kündigung von unmöbliertem Wohnraum können die gesetzlichen Kündigungsfristen zum Nachteil des Mieters nicht wirksam abgekürzt werden. Für Wohnraummietverträge gelten sog. asymmetrische Kündigungsfristen:

 

  1. Die Kündigung von Wohnraummietverhältnissen ist spätestens am 3. Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig (§ 573c BGB).
  2. Die Kündigungsfrist beträgt für den Vermieter ab einer Mietdauer von 5 Jahren 6 Monate und ab 8 Jahren 9 Monate, während es für den Mieter auch in diesen Fällen bei einer Kündigungsfrist von 3 Monaten verbleibt. Die Fristen verlängern sich für den Vermieter um weitere 3 Monate, wenn er von seinem Sonderkündigungsrecht im Zweifamilienhaus Gebrauch macht (§ 573a Abs. 1 S. 2 BGB). Die Verlängerung der Kündigungsfristen gilt nicht, wenn das Mietverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen Frist vorzeitig außerordentlich gekündigt werden kann (§§ 573d Abs. 2, 575a Abs. 3 BGB).

 

Achtung!

Der Wohnraummieter kann einen auf unbestimmte Zeit abgeschlossenen Mietvertrag immer unter Einhaltung einer nur 3-monatigen Kündigungsfrist beenden.

 

Achtung!

Alleine durch die Benennung von drei Nachmietern ergibt sich kein Anspruch auf Abschluss eines Mietaufhebungsvertrags. Diese weitverbreitete Ansicht ist schlichtweg falsch.

 

Achtung!

Bei einer Kündigung gilt der Samstag - anders als bei der Mietzahlung - als Werktag.